Stralsund
Hier gab es bereits seit dem 13 Jahrhundert eine wachsende jüdische Gemeinde. Noch 1933 zählte sie knapp 150 Mitglieder. Durch die nationalsozialistische Verfolgung, die schon im April 1933 mit dem Boykott jüdischer Kaufhäuser begann, wurde dieser Teil Stralsunder Kultur unwiederbringlich zerstört.
Seit 2006 erinnern in Stralsund Stolpersteine an die Verfolgten und Ermordeten. Am 25.08.2006 wurden die ersten vier Steine für den Kaufmann Carl Böhm, die Kauffrau Ilse Cohn, ihren Ehemann Fritz Cohn sowie den Kaufmann und Kohlenhändler Adolf Gerson gesetzt. Weitere Verlegungen folgten 2007, 2008, 2009 und 2010.
Insgesamt liegen in Stralsund inzwischen 52 Stolpersteine (Stand 01.05.2011), die an die verfolgten Stralsunder des Naziregimes erinnern. Die Initiative um Jörg Zink, die die Recherchen für die Steine seit Jahren vorantreibt, bietet auch Führungen zur Geschichte des jüdischen Lebens in Stralsund an.



